Eilige E-Mail

50. Unabhängigkeitstag Botswanas: Respektieren Sie die Rechte der Buschleute!

© Survival International

Vor zehn Jahren hat Botswanas Oberster Gerichtshof entschieden, dass die Vertreibung der Buschleute von ihrem angestammten Land, dem Central Kalahari Game Reserve, rechtswidrig war. Laut des Obersten Gerichtshofes ist es das Recht der Buschleute, in Frieden auf ihrem angestammten Land zu leben. Dennoch sind die Buschleute dazu gezwungen, monatlich eine neue Aufenthaltsgenehmigung einzuholen – tun sie dies nicht, drohen ihnen 7 Jahre Gefängnis.

Obwohl das Gericht entschieden hat, dass ein Jagdverbot für die Buschleute eine Verletzung ihres Rechtes auf Leben darstellt, hat die Regierung dies landesweit verhängt. Sie hat außerdem Regelungen erlassen, die das sofortige Schießen auf jagende Buschleute erlauben.

Diese Missstände sind weltweit kritisiert worden, unter anderem von den Vereinten Nationen und dem US State Department. Falls die Verstöße gegen die Rechte der Buschleute weitergehen, wird es innerhalb weniger Generationen keine Buschleute mehr im Central Kalahari Game Reserve geben.

Fordern Sie Botswanas Präsidenten und den Umweltminister (Bruder des Präsidenten) auf, der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes Folge zu leisten.

E-Mails verschickt:  Helfen Sie uns 2.000 zu schaffen!



An: Präsident Ian Khama und Ihre Exzellenz Herrn Tshekedi Khama

Target email addresses:[email protected][email protected][email protected]

Ihre Exzellenzen,

mit Besorgnis habe ich erfahren, dass die Mehrheit der Buschleute zehn Jahre nach dem Beschluss des Obersten Gerichtshofes noch immer nicht auf ihrem angestammten Land, dem Central Kalahari Game Reserve, leben kann.

Selbst die Kinder der Buschleute müssen eine einmonatige Aufenthaltserlaubnis einholen, wenn sie nach Vollendung ihres 18. Lebensjahres ihre Eltern im Reservat besuchen möchten. Sollte diese Regelung weitergeführt werden, wird es bald keine Buschleute mehr im Central Kalahari Game Reserve geben.

Zudem werden die Buschleute durch das nationale Jagdverbot als „Wilderer“ kriminalisiert, obwohl sie nur jagen um ihre Familien zu ernähren. Wie der Oberste Gerichtshof entschied, kommt das Jagdverbot einem „Todesurteil [für die Buschleute]“ gleich.

Ich fordere Sie dringend dazu auf, bis zum 50. Unabhängigkeitstag Botswanas die Einhaltung der Rechte der Buschleute zu gewährleisten: Sie haben heute die einmalige Möglichkeit, diesen Tag auch für Botswanas indigene Bevölkerung zu einem historischen Ereignis zu machen.