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Indigene Völker im Kampf gegen Wilderei nicht ignorieren


Im Januar 2014 rief Prinz William die Initiative United for Wildlife ins Leben. Die größten Naturschutzorganisationen der Welt bündeln darin ihre Kräfte, um illegalen Wildtierhandel zu stoppen.

Doch United for Wildlife hat bisher übersehen, dass das Jagen für den eigenen Lebensunterhalt in vielen Ländern ebenfalls als illegal gilt.

Indigene Völker dürfen in „Schutzzonen“, die auf ihrem angestammten Land errichtet wurden, nicht jagen, um ihre Familien zu ernähren. Doch sie sind auf ihr Land angewiesen und haben es seit Generationen gut verwaltet.

In Botswana werden die Buschleute als „Wilderer“ angeklagt, weil sie ihre Nahrung jagen. Ihnen drohen Haft und Schläge, Folter oder sogar Tod, während zahlende Großwildjäger im Land willkommen sind.

Bitte schreiben Sie an United for Wildlife und bitten Sie darum, die Rechte indigener Völker öffentlich anzuerkennen, um diesen Rechtsverletzungen ein Ende zu setzen.



An: Mr Nicholas Booth

Target email addresses:[email protected]

Sehr geehrter Mr Booth,

ich bin sehr besorgt darüber, dass United for Wildlife die Rechte indigener Völker in seiner Anti-Wilderei-Kampagne nicht berücksichtigt.

Sollte United for Wildlife diese Rechte nicht anerkennen, besteht das Risiko, dass Programme, die den illegalen Wildtierhandel bekämpfen sollen, stattdessen indigene Völker und ihre Subsistenzjagd ins Visier nehmen.

Oft unterscheiden Regierungen nicht zwischen Wilderei und Jagd für den eigenen Lebensunterhalt durch indigene Völker. Dies verstößt jedoch gegen internationales Recht und bedroht das Leben indigener Völker.

In Botswana wurden zahlreiche Buschleute von Wildhütern und Paramilitärs geschlagen, schikaniert, gefoltert und eingeschüchtert. Viele haben Angst jagen zu gehen und können ihre Familien nicht mehr ernähren. Sie sind gezwungen ihr angestammtes Land zu verlassen, um zu überleben.

Ich bitte Sie zu gewährleisten, dass United for Wildlife die Rechte indigener Völker anerkennt und Regierungen aktiv dazu ermutigt, diese Rechte einzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen,


I’m extremely concerned that United for Wildlife has not considered the rights of tribal peoples in its anti-poaching campaign.

If United for Wildlife does not recognize these rights, there is a real risk that programs intended to tackle the illegal wildlife trade may instead target tribal people who depend on subsistence hunting for their survival.

In many cases, governments fail to distinguish between poaching and subsistence hunting carried out by tribal peoples. An oversight like this goes against international law and puts the lives of tribal peoples in extreme danger.

In Botswana, scores of Bushmen have been beaten, harassed, tortured or intimidated by wildlife scouts and paramilitary police. Many have been so afraid of hunting to feed their families, that they have been forced to abandon their ancestral homelands.

I urge you to ensure that United for Wildlife publicly recognizes tribal peoples' rights and that it actively encourages governments to uphold these rights.

Yours sincerely,