Regierung will über Zukunft der Jarawa entscheiden

Die indische Regierung hat eine neue Kommission gebildet, die über die Zukunft der Jarawa auf den Andamanen bestimmen soll. Die Jarawa, die erst seit 1998 Kontakt mit indischen Siedlern auf ihrer Insel haben, sind einer immer größer werdenden Bedrohung durch Wilderer, die in ihr Gebiet eindringen ausgesetzt.

Die indische Zeitung The Hindu berichtet: "Die Kommission wird die bestehenden Verwaltungspraktiken und institutionellen Einrichtungen zum Schutz der Jarawa überprüfen… Die acht Mitglieder zählende Kommission wird auch überprüfen, ob Schiffsverkehr eine durchführbare Alternative zur Andaman Trunk Road sein könnte."

Der oberste indische Gerichtshof hat im Jahr 2002 angeordnet, dass die Andaman Trunk Road geschlossen werden muss. Aber entgegen dieser Anordnung haben die lokalen Behörden die Straße bislang nicht geschlossen. Die durch den Wald der Jarawa führende Landstraße hat die Ureinwohner in täglichen Kontakt mit den Siedlern gebracht.

Wilderer dringen regelmäßig über die Küste oder die Straße in das Reservat der Jarawa ein und jagen die Tiere, von denen die Jarawa abhängig sind. Sie lassen die Jarawa für Alkohol und Tabak für sich arbeiten. Außerdem tragen sie das ständige Risiko eingeschleppter Krankheiten mit sich, gegen die die Jarawa keine Immunität haben.

Vor über einem Jahr haben die Behörden eine neue Jarawa-Politik angekündigt, in der sie die Wichtigkeit, das Land der Jarawa zu schützen und die Wilderei einzudämmen bestätigten. Allerdings wurde seither wenig an der wirklichen Lösung des Problems gearbeitet.


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