Neun isolierte Shompen starben im Tsunami am 25.12.2005

Die Behörden der Nicobar Inseln haben bestätigt, dass neun Mitglieder des
isolierten Shompen-Stammes beim Tsunami am 26. Dezember letzten Jahres gestorben sind.

Die Shompen sind Jäger und Sammler, die nur sehr beschränkten Kontakt mit
der Außenwelt haben. Ihre Bevölkerungzahl lag bei der letzten Zählung im
Jahre 2001 bei nur 398 Menschen. Es wird vermutet, dass die neun Todesopfer zu der Zeit an der Küste von Great Nicobar waren, während der Rest des Stammes im Wald im inneren der Insel in Sicherheit war.
 
Die Nicobar Inseln liegen im Indischen Ozean in der Nähe der Andamanen Inseln,
die Heimat der Jarawa, der Sentinelesen, der Onge und der "Great Andamanese", bei denen man davon ausgeht, dass sie den Tsunami ohne Verluste überlebten.

Die Nicobar Inseln waren näher am Epizentrum des Tsunami des 26. Dezember
als die Andaman Inseln. Es gab viele Tote beim Stamm der Nicobaresen, die
zahlreicher und assimilierter sind, als die anderen Stämme der Inseln. Die
Stämme der Andamanen Inseln machten Schlagzeilen, nachdem die Onge, die an der
Küste leben, das Meer zurücktreten sahen und wussten dass sie sich in
Sicherheit bringen mussten. Der Stamm der Jarawa, die erst in den letzten
Jahren Kontakt mit der Außenwelt aufnahmen, überlebten den Tsunami ohne
Schaden, werden aber jetzt durch die in ihr Land eindringenden Siedler und
Wilderer bedroht.


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