Drogenkrieg zwingt Waldnomaden zur Flucht

150 Indianer der letzten nomadisch lebenden Stämme im Amazonasgebiet wurden durch den in Kolumbien wütenden Drogenkrieg gezwungen von ihrem Land zu fliehen.

Zahlreiche Anhänger der linken Guerilla haben das Indianerland besetzt und sind in Kämpfe mit der kolumbianischen Armee und rechten Paramilitärs verwickelt. Alle Seiten versuchen die Kontrolle über den lukrativen Drogenhandel zu bekommen, der in der Region gedeiht.

Die Indianer gehören dem Stamm der Nukak-Makú an, die im östlichen kolumbianischen Amazonasgebiet leben. Der Stamm hatte 1988  den ersten Kontakt mit Menschen europäischer Abstammung. Etwa die Hälfte der Stammesangehörigen sind seither an Krankheiten wie Grippe und Masern gestorben, wodurch sich ihre Anzahl auf 500 reduziert hat. 1997 erreichte eine Survival Kampagne die urkundliche Unterschutzstellung des indianischen Territoriums.

Bis vor kurzem haben die meisten der Nukak versucht, ihren Lebensstil als Jäger und Sammler fortzuführen, trotz der andauernden Gewalt und der Kolonisierung ihres Landes durch verarmte Kolumbianer, die Coca anbauen. Dennoch macht nunmehr das Ausmaß der Kämpfe ein Leben in den Wäldern für sie unmöglich, und das Überleben des Stammes steht somit auf dem Spiel.

Wenn Sie sich an Survivals Kampagne zur Rettung der Nukak beteiligen möchten, klicken sie bitte hier.