Armee vertreibt 750 Mru Familien von ihrem Land

Die Armee von Bangladesh hat 750 Mru Familien von ihrem angestammten Land in den entlegenen Dörfern des Bandarban Hill Viertels im Chittagong Hill Gebiet von Bangladesh vertrieben. Die Vertreibungen sollten Platz für ein militärisches Trainingszentrum schaffen. Die Armee behauptet, das Land 1991 gekauft zu haben, und dass sich die Mru trotz mehrerer Aufforderungen weigerten, fort zu gehen.

Das umstrittene Gebiet umfasst 11.445 Hektar und beherbergt sieben Stammesdörfer, eine Grundschule und zwei Kirchen. Die Mru haben immer wieder gegen die Aneignung ihres Landes durch die Armee protestiert.

Die Mru (auch bekannt als Mro) gehören zu den Jumma-Völkern des Chittagong Hill Gebietes. Sie betreiben den als „Jhum“ bekannten Wanderfeldbau auf den Hügeln, und sie jagen und sammeln in den Wäldern.

Die Mru sind auf ihr Land als einzige Quelle des Überlebens angewiesen. Seit sie im Dezember 2006 vertrieben wurden, leiden sie unter Nahrungsmangel und haben mit der kalten Witterung zu kämpfen.

Das Militär hat eine lange und brutale Geschichte im Chittagong Hill Gebiet. Sie haben eine anhaltend starke Präsenz in der Region, trotz des 1997 unterzeichneten Friedensabkommens, welches den Rückzug aller vorübergehenden Militärlager aus der Region versprach. Menschenrechtsverletzungen gegen die Stammesbevölkerung sind weiterhin weit verbreitet.

Um einen Brief zur Unterstützung aller Jumma-Völker zu schreiben, klicken Sie bitte hier.