UN - Straße wird zum Schutz der Jarawa geschlossen

In einem niederschmetternden Bericht wurde Indien von der UN dringend aufgefordert, das Volk der Jarawa auf den Andamanen zu schützen, indem die Fernstrasse, die durch ihr Land verläuft, geschlossen wird.
Seit vier Jahren ignoriert die Indische Regierung den Beschluss des eigenen Obersten Gerichtshofes, die Strasse zu sperren.

Im Bericht des UN Komitees zur Beseitigung von Rassendiskriminierung heißt es:

“[Indien] sollte Völker wie die Jarawa gegen Übergriffe auf ihr Land und ihre Bodenschätze durch Siedler, Wilderer, private Firmen oder dritte Parteien schützen. Die Regierung soll dem 2002 vom obersten Gerichtshof getroffenen Beschluss nachkommen und den Teil der Andaman Trunk Road schließen, der durch das Land der Jarawa verläuft.“

Mehr als vier Jahre nach Ablauf des Ultimatum, welches das oberste Gericht für die Schließung der Strasse gestellt hatte, haben die Behörden der Andamanen nichts in der Sache unternommen. Sie haben sogar einen Antrag an das Gericht gestellt, den Beschluss zu widerrufen.

Der UN-Bericht äußert außerdem Bedenken, dass Projekte wie die Andaman Trunk Road und der Bau großer Staudämme in anderen Teilen Indiens auf dem Land von Stammesvölkern ohne deren Einwilligung durchgeführt werden. Er empfiehlt, dass Indien das Abkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation, das sich mit indigenen Völkern befasst, unterzeichnet – das wichtigste internationale Gesetz Stammesvölker betreffend.

Survival hatte dem UN-Komitee einen Bericht übersendet und darin gewarnt, dass das Volk der Jarawa "ausgelöscht" werden könnte, wenn die indische Regierung nichts zu ihrem Schutz unternimmt.

Den UN-Bericht herunterladen

(Nur Englisch)
Den Suvival-Bericht herunterladen

(Nur Englisch)