Öl-Firmen hegen absurden Megaphon-Plan

Zwei Unternehmen, die vorhaben im Regenwald, der von unkontaktierten Stämmen bewohnt wird, Öl zu fördern, haben nun Pläne zur "Kommunikation" mit den Indianern offengelegt. Im Fall eines Angriffs auf ihre Mitarbeiter möchten sie Megaphone benutzen.

Dieses Vorhaben wurde von Perus nationaler Indianer Organisation AIDESEP als „absurd” bezeichnet.

Niemand kennt die Sprachen der Indigenen und es ist wahrscheinlich, dass sie Mannschaften des Öl-Unternehmens als feindliche Eindringlinge wahrnehmen. In der Vergangenheit wurden bereits Mitarbeiter von Öl-Unternehmen in den Amazonas Gebieten von isoliert lebenden Indianern getötet

Trotz dieses grossen Risikos für ihre eigenen Mitarbeiter und obwohl eine ebenso grosse Gefahr besteht, tötliche Krankheiten unter den Indianern zu verbreiten, haben es die Unternehmen Barrett Resources aus den USA und Repsol YPF aus Spanien abgelehnt, Abstand von diesem Vorhaben zu nehmen.

Die Arbeiter von Barrett sollen unter anderem zu ihren potentiellen Angreifern sagen :"Wie viele Tage (Monde oder Sonnen) seid Ihr schon gelaufen?" , "Wir sind Menschen, so wie Ihr." , "Stört Euch etwas?" und "Wir sind nicht wegen der Frauen hier, wir haben unsere eigenen Frauen in unserem Dorf."

Stephen Corry, der Direktor von Survival Intrenational sagte heute: "Meinen Repsol und Barrett tatsächlich, dass es für unkontaktierte Stämme leichter sein wird, sie zu verstehen, wenn man sie durch ein Megaphon anbrüllt? Diese Stammesgruppen haben eine begründete Angst vor Menschen von Außerhalb und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie die Mannschaften der Öl-Unternehmen, die in ihr Gebiet eindringen, angreifen werden. Es ist aber äußerst beunruhigend, dass beide Unternehmen es unter gewissen Umständen überhaupt empfehlen, mit den Stämmen in Kontakt zu treten."

 

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an [email protected]