Survival benennt den "Rassistischsten Artikel des Jahres"

Ein Artikel, in dem Indigene in Paraguay mit einem Krebstumor verglichen und mit Attributen wie “jungsteinzeitliche”, “veraltet” und “dreckig” bezeichnet werden, wurde von Survival als "rassistischster Artikel" der allgemeinen Tagespresse ausgezeichnet. Diese Auszeichnung unterstreicht den von der UN ausgerufenen Internationalen Tag gegen rassistische Diskriminierung am 21. März.

Der Artikel wurde in Paraguay in der Zeitung “La Nación” veröffentlicht. Die indigene Kultur wird als “verwelkt” bezeichnet und es wird darauf beharrt, dass sie endlich “zivilisiert” werden solle. Diese Aussagen erkennen den Indigenen ihre Menschlichkeit ab.

Die Auszeichnung für den “rassistischsten Artikel des Jahres “ ist das neuste Feature der ‘Stamp it Out’ Kampagne von Survival. Diese Kampagne hat das Ziel, rassistische Diskriminierungen in der Presse auf der ganzen Welt anzufechten. Der Gewinner bekommt ein Zertifikat mit einem Zitat des Lakota Sioux Autors Luther Standing Bear: “ All die Jahre, in denen die Indigenen als Wilde bezeichnet wurden haben es nicht geschafft, auch diese aus ihnen zu machen”

„Stamp it Out“ wird von bekannten Journalisten, wie dem BBC Korrespondenten John Simpson, Sandy Gall und George Monbiot, unterstützt.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte dazu heute: „Oft untermauert Rassismus Misshandlungen von Indigenen oder wird benutzt, um Landraub, Ausbeutung und sogar Tötungen zu rechtfertigen. Dieser Artikel macht deutlich, dass in der Presse weiterhin dieser Rassismus existiert, obwohl diese Leute es eigentlich besser wissen müssten. Es geht nicht um “political correctness”, sondern darum, dass dies reale Konsequenzen für die Indigenen, für ihre Existenzgrundlage, Land und letzten Endes auch ihr Leben, nach sich zieht.“

 

Lesen Sie den Artikel hier auf Englisch oder das Original auf Spanisch