Jarawa ergreifen Wilderer

Angehörige des Stammes der Jarawa auf den Andaman Inseln in Indien sind vom permanenten Eindringen Außenstehender in ihr Land frustriert. Nun haben sie zwei Wilderergruppen, die in ihr Reservat eindrangen, festgenommen. Die Jarawa fesselten die Wilddiebe an Bäume und informierten die lokalen Behörden.

Die Behörden der Andaman Inseln berichteten, dass die Fälle von Wilderei im Land der Jarawa aufgrund mehrerer aufeinander folgender Festnahmen zurückgingen.

Das Eindringen von Wilderer in ihr Land stellt eine ernste Bedrohung für die Jarawa dar. Erst seit 1998 haben sie regelmäßigen Kontakt mit ihrer Außenwelt. Das Betreten des Jarawa Reservats durch Nicht-Jarawa ist ohne Genehmigung illegal.

Die festgenommen Wilderer wurden beim Jagen und Fischen im Jarawa Reservat ergriffen. Wilderer stammen oft aus anderen Teilen der Andaman Inseln, viele kommen jedoch auch aus Burma.

Wilderer vermindern nicht nur Ressourcen des Waldes und der Küste, auf deren die Lebensgrundlage der Jarawa beruht, sondern riskieren auch das Einschleppen von Krankheiten gegen welche die Jarawa nicht immun sind. Ihre ständige Anwesenheit im Reservat der Jarawa setzt die indigene Gruppe zudem den Gefahren der Ausbeutung und dem Einzug des Alkohols aus. Alkohol hatte verheerende Auswirkungen  auf viele indigene Völker weltweit.

Die Jarawa nennen sich selbst „Ang“ . Sie erklärten, dass sie keine Wilderer mehr in ihrem Land, haben wollen.