Menschenrechte werden 60 - doch bisher haben nur 20 Staaten weltweit Gesetz für indigene Völker unterschrieben

Morgen, am 10. Dezember, wird der 60. Geburtstag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gefeiert – doch bisher haben nur 20 Staaten das Internationale Gesetz für indigene Völker, deren Rechte ständig verletzt werden, unterzeichnet. 

Die Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO 169) ist das stärkste international legale Instrument, das die Rechte indigener Völker sichert. Darin werden die Landrechte Indigener anerkannt. Weiterhin das Recht Indigener, selbst über Projekte, die sie und ihr Land betreffen, zu entscheiden. Die ILO 169 ist für die Staaten, die sie unterschreiben, rechtlich bindend. Auch Deutschland hat die ILO 169 noch nicht ratifiziert.

Die Existenz vieler indigener Völker wird immer stärker bedroht. In Paraguay laufen die letzten Ayoreo-Totobiegosode um ihr Leben, da Bulldozer ihren Wald abholzen.

In Indien gerieten die Jarawa letzten Monat in einen Konflikt mit Wilderern, die in ihr Land eindrangen. Die Folgen der Auseinandersetzung waren ein toter Jarawa und ein toter Wilderer.

In Botswana werden die Kalahari Buschleute von einer Regierung zerstört, die ihnen Zugang zu Wasser verwehrt und Pläne für Diamantenabbau auf ihrem Land verfolgt.

Survival führt Kampagnen, um alle Regierungen dazu zu bringen, die ILO 169 zu ratifizieren und somit indigenen Völkern die beste Chance für eine Zukunft zu geben.

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte heute: „Sechzig Jahre nachdem die Welt die Unverletzlichkeit der Menschenrechte anerkannt hat, sind ganze Völker vom Aussterben bedroht. Es gibt dafür keine Entschuldigung. Jede Regierung muss Verantwortung übernehmen und die ILO 169 ratifizieren, um das Überleben bedrohter Völker zu sichern.“


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