Sechs Menschen sterben bei Protesten um Freeport Mine

Zwei Papuaner, drei Polizisten und ein Nachrichtenoffizier der Armee sind am 16. März während Protesten auf Papua zu Tode gekommen. Die Proteste forderten die Schließung der gigantischen Freeport Gold- und Kupfermine. Die Proteste fanden vor einer Universität  in der west-papuanischen Hauptstadt Jayapura statt.

Die Mine ist das größte Gold- und Kupferbergwerk der Welt. Sie wird von der amerikanischen Firma Freeport McMoRan betrieben. Sie hat das Land der Amungme, eines Stammes des papuanischen Hochlandes, verwüstet und ihre heiligen Berge zerstört. Viele Amungme wurden bislang von indonesischen Soldaten, die das Bergwerk "verteidigen" getötet. Auch die Kamoro, ein Stamm aus dem angrenzenden Flachland, sind von der Mine betroffen: In ihre Flüsse pumpt das Bergwerk täglich tausende Tonnen Produktionsabfall.

Die Gegend um die Mine ist eine der höchst militarisierten Gebiete Indonesiens; Morde, Folterungen und Entführungen sind dort besonders verbreitet. Die Einheimischen gehen davon aus, dass das Sicherheitspersonal der Mine für diese Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist.


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