Spuren von noch nicht kontaktierten Indianern gesichtet

Die Spuren des letzten Indianerstammes, der abgeschottet von der Zivilisation lebt, wurden südlich des Amazonasbeckens von anderen Mitgliedern ihres Stammes in Paraguay entdeckt.

Fußabdrücke und ein noch brennendes Lagerfeuer wurden letzte Woche von Mitgliedern des Ayoreo-Totobiegosode Stammes in der westlichen Hälfte ihres territorialen Kerngebietes gesehen.

Diese Nachricht hat die Unterstützer der Indianer beunruhigt, da dieses Gebiet Schauplatz rasant ansteigender Abholzung ist.

Die Ayoreo-Totobiegosode versuchen seit 1993 den letzten bedeutenden Teil des Waldes ihrer Ahnen zu schützen. Viele ihrer Verwandten leben noch immer in diesem Gebiet ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Alle Mitglieder des Stammes sind auf diesen Wald als Lebensgrundlage angewiesen, auch diejenigen, die viele Jahre Kontakt zu anderen Menschen hatten.

Obwohl die Regierung Paraguays rechtlich dazu verpflichtet ist, diese Gegend den Ayoreo zu überschreiben, wurde bis jetzt nur ein kleiner Teil an die Indianer zurückgegeben und nun rodet man illegal und ungezügelt drauf los.

Letzten Monat überreichte Survival den Behörden Paraguays eine Petition mit 57.000 Unterschriften für eine sofortige Rückgabe des Ayoreo-Landes an seine Besitzer.

Stephen Corry, Direktor von Survival sagte heute: „Wir wissen, dass die Ayoreo Indianer, die ohne Kontakt zur Zivilisation leben, dazu gezwungen sind ständig auf der Flucht zu sein, da ihr Wald um sie herum abgeholzt wird. Auf den Tag genau wird heute von der UN erwartet, die Erklärung zu den Rechten indigener Völker anzuerkennen. Die Geschichte der Ayoreo offenbart die tiefe Kluft zwischen der Realität vor Ort und den hohen Zielen der UN-Erklärung.