UN-Tag für Indigene Völker von Mord an Papua überschattet

Ein West-Papua wurde am 9. August, dem UN-Tag für indigene Völker, von der indonesischen Polizei erschossen.

Der Mann wurde während einer friedlichen Kundgebung in Wamena, einer Stadt im Bergland Papuas, wo sich schätzungsweise 20 000 West-Papua versammelt hatten, erschossen.

Die indonesische Polizei begann vor der Menge in den Boden zu schießen, nachdem vier Flaggen gehisst worden waren: Die UN-Flagge, die indonesische Flagge, eine SOS-Flagge und die Unabhängigkeitsflagge von West Papua, der Morgenstern, den die indonesische Regierung verboten hatte.

Das Opfer, der 35-jährige Opinus Tabuni, saß in der Nähe eines Schulzaunes als er von einer Kugel getroffen wurde. Ein Sprecher der lokalen Polizei bestritt ihre Verwicklung in den Mordfall, sondern behauptete, dass Herr Tabuni in der Menge „unbeabsichtigt von Protestanten getötet worden sein könnte.“

„Der Vorfall ist ein klarer Beweis, dass die indonesische Polizei glaubt, dass das hissen des Morgensterns Grund genug ist, Menschen bei einer friedlichen Kundgebung zu erschießen,“ sagte Paule Makabory vom Institute for Papua Advocacy and Human Rights, „die indonesische Polizei besitzt außerdem die Unverfrorenheit abzustreiten, dass sie diesen Mann getötet hat, obwohl er vor aller Augen erschossen wurde.“

Zwei weitere Männer wurden durch indonesische Sicherheitskräfte schwer verletzt – einer wurde angeschossen, der andere wurde von der Polizei mit Gewehrkolben zusammengeschlagen.

Hier sehen sie das Bild von Opinus Tabuni, ein West-Papua, der von der indonesischen Polizei erschossen wurde (das Bild kann verstörend wirken)