Amazonasindianer protestieren gegen Regierung

Tausende Amazonasindianer protestieren gegen die peruanische Regierung. Die Proteste dauern bereits mehr als eine Woche an und es beteiligen sich schätzungsweise 14 000 Indianer aus allen Teilen des peruanischen Amanzonasgebietes.

Eine Straße und ein Fluss wurden blockiert, Boote, die einer Ölfirma gehören, wurden abgefangen, eine Ölpipeline geschlossen und ein Wasserkraftwerk übernommen.

Die Proteste sind die Reaktion auf eine Reihe von neuen Gesetzen, die die Regierung genehmigt hat. Die Indianer sagen, dass diese Gesetze ihre Rechte untergraben würden und es für Firmen nun leichter werde, ihr Land unter Kontrolle zu bekommen.

"(Wir) sind die Opfer einer systematischen Verletztung unserer Landrechte durch den peruanischen Staat", so ein Kommentar von ADIESEP, der nationalen Organisation der Amazonasindianer; weiter heißt es: "Der Verantwortliche dafür ist der Präsident, Alan Garcia, der die peruanische Verfassung und internationale Verträge, die die Rechte der indigenen Völker schützen, verletzt hat."

ADIESEP und weitere indigene Vorsitzende hatten Gespräche mit der Regierung geführt, aber diese waren aufgrund der Proteste abgebrochen worden. Der Premierminister von Peru sagte, die Gespräche könnten nach Abbruch der Proteste weitergeführt werden.

Die Proteste begannen am 9. August, dem UN-Tag für indigene Völker. Eine der Hauptbeschwerden der Indiander ist das Versäumnis der Regierung, die Indigenen über die neue Gesetzgebung, die gegen internationales Recht und gegen die vor kurzem verabschiedete UN-Deklaration der Rechte indigenen Völker verstößt, zu informieren.

AIDESEP rief dazu auf, die Proteste auf unbestimmte Zeit auszudehnen bis ihre Forderungen endgültig erfüllt werden. Dazu gehört auch der Widerruf von 39 Gesetzen.