Proteste der Amazonas Indianer bedrängen Regierung

Die Proteste von tausenden von Amazonas Indianern im peruanischen Regenwald beeinflussten die peruanische Regierung sehr stark.

Die Proteste sind eine Reaktion auf die von der Regierung neu erlassenen Gesetze, die nach Angaben der Indianer ihre  Rechte untergraben und es für Außenstehende einfacher machen die Kontrolle über ihre Territorien zu erlangen.

Als Folge der Proteste hat Perus Parlamentskommission für Völker der Anden und Amazoniens, Afro-Peruaner, Umwelt und Ökologie einen Gesetzentwurf vorgeschlagen, um die zwei umstrittensten Gesetze zu widerrufen- die gesetzlichen Beschlüsse 1015 und 1073. Heute liegt es an dem Kongress dafür oder dagegen zu stimmen.

Perus Premierminister ist der Ansicht, dass die Entscheidung der Kommission einen „schlechten Präzedenzfall" schafft, da sie als Antwort auf die Proteste getroffen wurde. Inzwischen appellierte Perus Präsident an den Kongress die zwei Gesetze nicht zurückzunehmen. Er sagte, dies wäre ein „historisch ernster Irrtum“ und würde die indianischen Gemeinschaften zu „einem anderen Jahrhundert der Rückständigkeit und des Elends“ verdammen.

Die Regierung erklärte einige Teile des peruanischen Amazoniens zu Notstandsgebieten. Es gibt Berichte von Polizisten, die versuchen mit Schusswaffen und Tränengas die Menschenmengen auseinander zu treiben. Einige Indianer wurden verwundet zurücklassen.

Berichten zufolge hat Perus nationale Organisation für Amazonas Indianer, AIDESEP, zur Einstellung der Proteste aufgerufen.