Buschmann-Jäger mit vorgehaltener Waffe verhaftet und gefoltert

Acht Buschmänner wurden letzte Woche im Zentral Kalahari Wildreservat in Botswana mit vorgehaltenen Waffen verhaftet. Wildschutzbeamte drohten die Buschmänner zu töten und folterten sie, bevor sie sie für eine Nacht wegen Wilderei ins Gefängnis sperrten.

Einer der Männer, Vitanon Mogwe, berichtete Survival: "Die Wildschutzbeamten sagten unseren Familien, dass sie uns erschießen würden, also rannten wir zwei Tage ins nächste Dorf um uns dort zu verstecken. Als sie uns fanden, stießen sie uns ihre Gewehre gegen den Brustkorb und fragten uns, was sie denn daran hindern sollte uns auf der Stelle zu töten."

Die acht Männer wurden einen Tag lang in Liegestützposition an eine Stange gebunden und bei jeder Bewegung getreten und geschlagen.

Die Männer, die 1997 und 2002 von ihrem Land im Zentral Kalahari Wildreservat vertrieben wurden, leben derzeit im Zwangsansiedlungslager Kaudwane. In der Strafanzeige werden sie alle als "arbeitslos" aufgeführt. Nach den Vertreibungen im Jahr 2002 hat die botswanische Regierung das Jagen und Sammeln im Reservat verboten. Die vertriebenen Buschmänner, die zuvor v.a. vom Jagen und Sammeln gelebt hatten, sind nunmehr abhängig von "Notrationen" der Regierung. Ein Buschmann in Kaudwane sagte zu Survival-Mitarbeitern: Ich tue nichts. Und ich leide an Hunger. Deshalb essen wir Hunde, wie Sie sehen.

Die Verhaftungen und Folterungen der Buschmänner aus dem Zentral Kalahari Wildreservat sind Teil einer Gängelungskampagne, die seit ungefähr zwei Jahrzehnten andauert und sich in den letzten Jahren verschlimmert hat.

Im März wurden vier weitere Buschmänner wegen Jagens im Reservat verhaftet. Zwei der vier Männer wurden auch gefoltert.


Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: [email protected]

Wenn Sie zukünftig unsere Pressemitteilungen per Email erhalten
möchten, nutzen Sie zur Anmeldung bitte das vorgesehene Eingabefeld auf
der linken Seite.