Gefolterte Buschmänner sollen vor Gericht erscheinen

Acht Buschmänner, die im April dieses Jahres von Wildschutzbeamten geschlagen und gefoltert worden sind, müssen diese Woche vor Gericht erscheinen. Den Männern, die unter Anwendung von Waffengewalt verhaftet und mit dem Tode bedroht wurden, bevor sie über Nacht eingesperrt und gefoltert worden waren, wird vorgeworfen im Zentral Kalahari Wildreservat (CKGR) gejagt zu haben.

Einer der inhaftierten Buschmänner sagte: "Ich hatte große Angst als ich die Gewehre sah. Ich dachte ich würde im nächsten Moment erschossen werden. Ich muss doch jagen; wie sonst soll ich meine Familie ernähren?"

Das CKGR ist das angestammte Land der Gana, Gwi und Bakgalagadi "Buschmänner". Die botswanische Regierung hat ihnen das Jagen und Sammeln in dem Gebiet verboten, nachdem sie im Jahr 2002 gewaltsam in Lager außerhalb des Reservats angesiedelt worden waren. Seit den Vertreibungen wurden dutzende Buschmänner verhaftet, weil sie zur Versorgung ihrer Familien gejagt hatten.

Jumanda Gakelebone von der Buschmann Menschenrechtsorganisation "First People of the Kalahari" sagte heute: "Unsere Leute werden zu Kriminellen gemacht, nur weil sie versuchen zu überleben. Diese Tiere wurden uns von unseren Vorfahren überlassen und wir haben immer nur soviel für uns genommen, wie wir zum Leben brauchten. Jagen und Sammeln ist unsere Lebensweise und unsere Kultur, ohne dies sterben nun jeden Tag Menschen."



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