Regierung zensiert Medienberichte über Buschmänner

Ein hochrangiger botswanischer Regierungsbeamter hat alle staatlichen Medien, darunter öffentliche Fernseh- und Radiokanäle, angewiesen, ausschließlich positive Regierungsmeldungen über die Vertreibung der Gana und Gwi Buschleute aus dem Zentral Kalahari Wildschutzgebiet (CKGR) zu verwenden. Zudem sollten sie "in erster Linie Patrioten" sein.

Diese Anweisungen wurden gegeben, nachdem die größten Oppositionsparteien, BNF und BCP, sich äußerst kritisch zur gewaltsamen Vorgehensweise der Regierung gegenüber den Buschleuten und deren Vertreibung aus dem CKGR geäußert hatten. (Die Artikel können abgerufen werden unter: https://survival-international.de/news.php?id=1881 und https://survival-international.de/news.php?id=1828). Der botswanische Präsident hatte die Führer der Oppositionsparteien letzten Monat zu einem Treffen geladen, um deren Unterstützung für den „Kampf gegen Survival“ der Regierung zu gewinnen. Dieser Schachzug war offensichtlich ein Fehlschlag.

Dr. Kesetigile Gobotswang, Präsident von Botswana's Kongress Partei BCP, sagte, seine Partei würde sich „an die internationalen Medien wenden, falls die Regierung weiterhin versuche, unabhängige Darstellungen der Umsiedlung der Basarwa [Buschleute] zu verhindern“.

Der stellvertretende Präsident der Botswana National Front BNF, Akanyang Magama, sagte, solche Anweisungen seien ein Maulkorb für die Pressefreiheit und dass "ein Journalist frei und ungehindert berichten sollte, ohne vordiktiert zu bekommen, was er zu schreiben oder zu sagen hat".