Buschmänner trotz Gerichtsbeschluss verhaftet und verprügelt

Sechs Buschmänner wurden verhaftet, ausgehungert und sechs Tage lang festgehalten, nachdem Polizei und Wildhüter sie beschuldigt hatten, im Zentral Kalahari Wildschutzgebiet gejagt zu haben. Anschließend wurden sie entlassen, ohne dass Anklage erhoben wurde.

Die Verhaftungen geschahen nur zwei Monate nach dem historischen Sieg der Buschmänner vor Gericht.

Den Männern wurde vier Tage lang das Essen entzogen, und sie wurden von den Polizisten mit vorgehaltener Waffe bedroht. Einer der Männer und seine Frau wurden verprügelt, nachdem sie sich geweigert hatten, Wildhüter und Polizei ohne entsprechenden Beschluss ihr Haus durchsuchen zu lassen.

Im Dezember hatte der Oberste Gerichtshof von Botswana die Weigerung der Regierung, den Buschmännern Jagdlizenzen für das Wildschutzgebiet auszustellen, für ungesetzlich und verfassungswidrig erklärt. Er entschied außerdem, dass die Buschmänner das verfassungsmäßige Recht haben, auf ihrem angestammten Land zu verbleiben, und dass ihre Vertreibung durch die botsuanische Regierung 2002 gesetzeswidrig war.

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, sagte heute: „Es wird Zeit, dass die Regierung von Botswana seine Polizisten und Wildhüter unter Kontrolle bekommt und sie daran hindert, die Buschmänner zu misshandeln. Wir begrüßen die Entlassung dieser Männer ohne Anklage, aber wenn die Misshandlungen nicht aufhören, wird der Ruf Botswanas wieder beträchtlich verschlechtert werden“.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an Laura Engel per Email [email protected]