Wassersperre - Buschmann-Anführer reist nach London

Die Regierung von Botswana hat den Buschmännern der Kalahari im Zuge des bevorstehenden UN-Weltwassertages am 22. März verboten, ihr eigenes Wasser zu benutzen. Ein Führer der Buschmänner reist diese Woche nach London, um gegen die Sperre zu protestieren.

In einem Schreiben an die Anwälte der Buschmänner lehnte Botswanas Justizminister deren Antrag auf die Installation einer Pumpe an einem bestehenden Bohrloch auf ihrem Land im Kalahari Wildschutzgebiet ab. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass das Bohrloch Eigentum der Regierung sei.

Der Oberste Gerichtshof Botswanas hat im Dezember entschieden, dass die Buschmänner das Recht haben, auf ihrem Land zu leben, und dass ihre gewaltsame Vertreibung aus dem Kalahari Wildschutzgebiet 2002 rechtswidrig war. Nun wollen die Buschmänner auf eigene Kosten ihre eigene Wasserversorgung organisieren.

Jumanda Gakelebone von der Buschmann-Organisation “First People of the Kalahari” sagte heute: “Das Gericht hat angeordnet, dass wir auf unser Land zurückkehren können, aber jetzt erkennen wir, dass die Regierung alles tut, um uns daran zu hindern. Warum sonst sollten sie uns verweigern, ein Bohrloch zu verwenden, das sonst niemand benutzt? Ohne Wasser können wir in der Kalahari nicht leben.“
 
Der (ehemalige) UN-Generalsekretär Kofi Annan verweist auf das Recht auf Wasser als „fundamentales menschliches Bedürfnis und daher grundlegendes Menschenrecht“.
 
Gakelebone wird vom 20. – 26 März in London sein und steht für Interviews zur Verfügung.

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