Telegraph: ”Botswana betrügt die ausgestoßenen Buschmänner“

Die britische Zeitung Daily Telegraph veröffentlichte gestern einen verurteilenden Bericht, indem der Regierung Botswanas vorgeworfen wird, die Buschmänner der Zentral Kalahari zu betrügen.


Der Bericht zitiert die Buschmann-Frau Gaorongwe Tshotlego im Kaudwane Umsiedlungslager: „Ich habe meine Mutter seit fünf Jahren nicht gesehen. Als ich vom Gerichtsurteil hörte [zugunsten der Buschmänner], war ich so glücklich darüber endlich nach Hause gehen zu dürfen. Aber ich habe Angst; ich befürchte, dass ich umgebracht werde, wenn ich zurückkehre.“

Trotz der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes im Dezember, die Buschmänner hätten ein Recht auf ihrem Land zu Leben und die Zwangsräumung durch die Regierung wäre „rechts- und verfassungswidrig“ gewesen, hat Garongwe Tshotlego Angst. Das Gericht entschied ebenfalls, dass die Regierung illegaler Weise den Buschmännern ihre Lizenzen in der Zentral Kalahari zum Jagen entzogen hätte; und dennoch wird die Verfolgung der Buschmann Jäger fortgeführt.

 Der Telegraph nennt "bewaffnete Patroullien von Wildhütern – die für ihre Brutalität gegenüber jedem, der unter Verdacht steht zu jagen, berüchtigt sind" als einen Grund für die Angst von Mrs. Tshotlego an.

Mike Pflanz, Journalist des Telegraphs, führt ebenfalls an, dass unter den Buschmännern die Schürfung von Diamanten auf ihrem Land eine häufige Sorge sei; er berichtet über „jüngste Schürfungen“ die in der Nähe von Frau Tshotlegos Zuhause, in der Central Kalahari Gemeinde Gugamma, durchgeführt wurden.

Die Süddeutsche Zeitung kritisierte letzten Monat in einem detaillierten Artikel, die von der Regierung Botswanas durchgeführte Zwangsräumung der Buschmänner.

Lesen sie den Artikel des Daily Telegraph (Englisch) https://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2007/04/18/wbots18.xml

Für mehr Information kontaktieren Sie Laura Engel unter [email protected]