De Beers unterstützt ein Buch über die Buschmänner - aber nicht ihre Rechte

Wohl um von der Kontroverse um seine Reaktion auf die Vertreibung der Gana und Gwi "Buschmänner" in Botswana abzulenken, finanziert De Beers die Herausgabe eines neuen Buches über die Buschmänner des südlichen Afrika: "Voices of the San".

Dabei hat der Geschäftsführer von De Beers in Botswana, Debswana, die Vertreibung der Buschmänner von ihrem angestammten Land öffentlich begrüßt. De Beers hat Survival inzwischen mitgeteilt, dass es die Rechte indigener Völker im südlichen Afrika nicht anerkennt, da eine solche Anerkennung zu „Apartheid" führen würde.

De Beers hält die Lizenz auf ein großes Diamantenvorkommen auf dem angestammten Land der Gana und Gwi Buschmänner des Zentral Kalahari Wildschutzgebietes (CKGR) in Botswana und stellt weitere Bohrungen an. Der Schacht der Probebohrungen des Unternehmens liegt mitten in der Buschmann-Siedlung Gope. Die Gana und Gwi wurden 1997 und durch die Regierung Botswanas vertrieben.

Roy Sesana, Sprecher der Buschmänner, sagt dazu: „Wir sind besorgt wegen De Beers. Sie kommen einfach so auf unser angestammtes Land und machen Untersuchungen und bekommen Lizenzen, ohne die Bewohner einzubeziehen. Sie treffen Vereinbarungen mit der Regierung, und dann machen sie, was sie wollen. (…) Es sollte überhaupt keinen Bergbau im CKGR geben, solange wir vertrieben sind. Erst müssen wir zurückkehren, und dann können wir darüber entscheiden, ob Bergbau stattfinden soll oder nicht."

Das Buch erscheint am 17. Nobvember in London.

Fotos und Filmmaterial sind erhältlich.

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: [email protected]

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