Quälender Fußmarsch der Buschmänner zurück in die Heimat

Nachdem die „Buschmänner" von der Regierung  zur Räumung ihrer Heimat gezwungen worden sind,  wagen sie es nun, trotz der Gefahr völlig zu entkräften und zu verhungern in ihre Heimat zurückzukehren.


In einem Fall versuchten zwei Großmütter, beide über siebzig Jahre alt, alleine nach Hause zu laufen – eine Strecke von ungefähr 120 km. Nachdem sie etwa die halbe Strecke zurückgelegt hatten, waren sie gezwungen eine Mitfahrgelegenheit zurück in das Umsiedlungscamp wahrzunehmen, da eine der beiden dem Zusammenbruch bereits sehr nahe war. Zu dieser Jahreszeit klettern die Temperaturen in der Kalahari auf über 39º C und man ist einem hohen Risiko der Dehydrierung und Erschöpfung ausgesetzt.

 
Auf ihrem Weg zurück in ihre alte Heimat entkam in einem anderen Fall eine Buschmann Frau mit ihren drei kleinen Kindern nur knapp einem Angriff durch Löwen. Ein Autofahrer bemerkte die der Familie folgenden Fährten zweier Löwen. Als das Fahrzeug die Tiere verscheuchte, trennten lediglich zweihundert Meter die Frau und ihre Kinder von den Großkatzen. Ein solcher Fußmarsch würde normalerweise von einer ganzen Gruppe von Buschmännern unternommen werden. Gegen Löwenangriffe wären die Männer dann mit Speeren bewaffnet. Die Tatsache, dass eine solche Reise von einzelnen Buschmännern gewagt wird, ist ein Maß für deren Verzweiflung.

 
Im Jahr 2002 zwang die botwanische Regierung bis auf wenige Ausnahmen alle Gana und Gwi Buschmänner ihr Land in der Zentral Kalahari zu verlassen. In Zwangsansiedlungscamps fernab ihrer Heimat unterliegen viele von ihnen Depressionen, Alkoholismus und Prostitution. Über zweihundert Gana und Gwi sind inzwischen trotz Regierungsschikanen in ihr Gebiet zurückgekehrt.

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Fotos und Filmmaterial vorhanden.

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