Präsident Garcia wird zum „Feind“ der unkontaktierten indigenen Völker erklärt

Eine indigene Organisation hat Perus Präsident, Alan Garcia, zum „Feind“ der indigenen Gruppen erklärt, die noch unkontaktiert in entlegenen peruanischen Regenwaldgebieten leben.

„Die derzeitige Regierung hat sich durch ihre Politik und die Äußerungen ihres Präsidenten klar zu einen Feind der Bewegung der peruanischen Ureinwohner entwickelt.“ So lautet die Aussage von FENAMAD, einer Indigenen Organisation mit Sitz in der peruanischen Region Madre de Dios.
 
Die Aussage wird wie folgt weitergeführt: “Wir werden für unsere Rechte einen harten Kampf kämpfen müssen; denn die aktuelle Regierung hat ihre Verantwortung vergessen, den nationalen und internationalen Gesetzen nachzukommen und das Leben unserer Brüder, die freiwillig in Isolation leben, und aller indigenen Völker in Perus zu schützen.“
 
Präsident Gardica „… ist der Präsident aller Peruaner, das schließt die unkontaktierten indigenen Völker mit ein. Ihr Leben, ihre physische Unversehrtheit, ihr Land, ihre Ressourcen und ihre Kultur stehen auf dem Spiel.“
 
Die Regierung Perus unterstützt zurzeit die Öl- und Gassuche in den von unkontaktierten indigenen Völker  bewohnten Gebieten. Vor Kurzem stellte Garcia die Existenz der indigenen Völker in Frage, und behauptete sie wären von Umweltschützern „erschaffen“ worden und ihre Existenz sei „eine reine Vermutung“.
 
Insgesamt schätzt man, dass 15 unkontaktierte indigene Völker in Peru leben und von dem eindringenden Fremden in ihren Territorien bedroht werden. Jeglicher Kontakt könnte für sie fatal enden, da sie über keinerlei Immunsystem gegen fremde Krankheiten verfügen.

 
Lesen sie FENAMADs Bericht. (in Spanisch)