Bilder unkontaktierter Indigener lassen Regierung aktiv werden

Die peruanische Regierung hat angekündigt, dass sie die Notlage unkontaktierter Indianer, die im abgelegenen peruanischen Amazonasgebiet leben, untersuchen will.

Diese Pläne folgen der Veröffentlichung einzigartiger Bilder einer unkontaktierten indigenen Gruppe in Brasilien nahe der peruanischen Grenze, die weltweit für Schlagzeilen sorgten.

Dieses indigene Volk ist eines von insgesamt geschätzten 500 unkontaktierten Indianern, die in dieser Region leben und von denen einige wahrscheinlich gefährdet sind, in einen Konflikt mit anderen unkontaktierten indigenen Völkern zu geraten, die von Peru nach Brasilien fliehen.

„Der Plan sieht vor, sie zu beschützen statt sie zu kontaktieren“, wird der Direktor der Abteilung für Angelegenheiten der indigenen Völker der peruanischen Regierung, Ronald Ibarra, zitiert. „Ein Expertenteam wird in die Region reisen, um Informationen zu sammeln und mit eigenen Augen zu sehen, ob die illegale Rodung der Wälder wirklich die indigenen Völker vertreibt.“

Auch von den Behausungen der Indigenen, die geflüchtet sind und nun fünf Kilometer hinter der Grenze in Brasilien leben, wurden Bilder aufgenommen.

Insgesamt leben geschätzte fünfzehn unkontaktierte indigene Gruppen in Peru und alle befinden sich in Gefahr auszusterben, hauptsächlich aufgrund von illegaler Rodung und Ölsuche. Sie sind durch jegliche Form von Kontakt sehr gefährdet, da sie gegenüber Krankheiten Außenstehender nicht immun sind.

Stephen Corry, der Direktor von Survival International, sagte heute, „Dies ist ein erster positiver Schritt der Regierung Perus, aber sie muss schnell reagieren. Sie muss das Roden beenden, die Rodungsfirmen und andere Eindringlinge vom Land der unkontaktierten Indianer abziehen und sicherstellen, dass in Zukunft niemand einen Fuß auf dieses Land setzt.“



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