Firmenanwälte leugnen die Existenz unkontaktierter indigener Gruppen

Mehrere Ölfirmen wollen auf dem Land unkontaktierter indigener Gruppen nach Öl bohren. Ihre Anwälte haben jetzt vor Gericht die Existenz solcher Gruppen geleugnet.

Die Verleugnung der Existenz der indigenen Gruppen wurde im Rahmen eines Gerichtsverfahren ausgesprochen, das von AIDESEP, Perus Organisation für die Rechte der Amazonas Indianer eingeleitet wurde. AIDESEP fordert den Richter auf, den Firmen Perenco und Repsol-YPF die Arbeit auf „Gelände 67“ und „Gelände 39“ zu untersagen. In diesen Regenwaldgebieten leben mindestens zwei unkontaktierte indigene Gruppen.

Die Anwälte stritten die Existenz der Indianer in diesen Gebieten ab, obwohl sie sie zu einem früheren Zeitpunkt schon eingestanden hatten. Die Firma Barrett Resources, die später von Perenco übernommen worden war, hatte damals eine heftige Kontroverse ausgelöst, nachdem bekannt wurde, dass mit Megaphonen mit den Indianer „kommuniziert" werden sollte, würden die Indianer die Arbeiter attackieren.

Angeblich handelt es sich bei Perencos Fund um den größten Ölfund in Peru seit 30 Jahren. Der peruanische Präsident Alan Garcia hat die Hoffnung geäußert, dass der Fund die einheimische Wirtschaft stimulieren könnte.

AIDESEP hält den Richter außerdem dazu an, dem peruanischen Ministerium für Energie und Bergbau und Perupetro die Zusammenarbeit mit jeglichen Firmen zu verbieten, die in anderen Amazonasgebieten unkontaktierter indigener Gruppen tätig werden wollen. Die Existenz solcher unkontaktierter Gruppen anderswo hatten die Anwälte nicht bestritten.