Survival protestiert vor Vedantas Jahreshauptversammlung

Die Menschenrechtsorganisation Survival International demonstrierte heute vor dem Gebäude, in dem die Jahreshauptversamlung des britischen Bergbaugiganten Vedanta stattfand.

Survival hat eine neue Kampagne gestartet, die das britische börsennotierte Unternehmen VEDANTA ins Visier nimmt. Wenn die Pläne des Unternehmens, Rohstoffe aus einem heiligen Berg in Indien abzubauen, bewilligt werden, dann wird dies die in Abgeschiedenheit lebenden Dongria Kondh zerstören. Vedanta gehört dem in London ansässigen Milliadär Angil Agarwal. Survival fordert die Aktionäre auf, ihre Investitionen aus dem Unternehmen zurück zu ziehen.

Vedantas Tochtergesellschaft Sterlite wartet derzeit auf die Erlaubnis des indischen Obersten Gerichtshofes, Bauxit aus den Niyamgiri Bergen in Orissa in Ostindien abbauen zu dürfen. Der Rohstoff wird zur Aluminiumherstellung benötigt.

Die etwa 8000 Dongria Kondh sind eines der am abgeschiedensten lebenden indigenen Völker des indischen Festlands. Sie wehren sich vehement gegen die Mine, weil sie ihre Art zu leben für immer vernichten würde. Sterlite plant den Bau einer großen Tagebaumine, der ein großer Streifen unberührten Waldes, sowie ein großer Teil des Berges selbst zum Opfer fallen würde. Die Dongria Kondh leben seit ewigen Zeiten an den Hängen des Niyamgiri und ihr Leben hängt von den Wäldern ab. Für sie sind die Wälder etwas heiliges, sie sammeln Wildfrüchte in ihrem Dickicht und bebauen die fruchtbaren Hänge.

Survivals Direktor Steven Corry sagte heute: „Es ist an der Zeit, dass Vedanta die Ohren spitzt und zuhört: Bergbau am Nyamgiri wird die Dongria Kondh zerstören, so einfach ist das. Die Zeiten, in denen Unternehmen auf den Rechten indigener Völker herumtrampeln konnten sind vorbei. Vedanta muss jetzt umdenken und wenn das nicht geschieht werden die Aktionäre ihren Einfluss nutzen, um dies herbeizuführen.“