Ölförderung auf Land unkontaktierter Völker erlaubt

Ein peruanischer Richter hat entschieden, dass zwei europäische Ölkonzerne in einem entlegenen Teil des peruanischen Amazonasgebietes, der von indigenen Gruppen bewohnt wird, Erdöl fördern dürfen.

Die nationale peruanische Organisation der indigenen Bevölkerung (AIDESEP) hat eine Klage eingereicht, mit der Forderung, die zwei Unternehmen Perenco und Repsol-YPF daran zu hindern, das Gebiet der Indigenen zu betreten.

Der Richter entschied jedoch zugunsten der Unternehmen mit der Aussage, dass es keine stichhaltigen Beweise für die Existenz der unkontaktierten indigenen Gruppen gibt. Des Weiteren legte er fest, dass die Bedrohungen, die die Unternehmen darstellen, die Grundrechte der indigenen Völker nicht gefährden.

Beide Unternehmen unterzeichneten Verträge, um im nördlichen Teil des peruanischen Amazonasgebietes, nahe der Grenze zu Ecuador, zu arbeiten. Mindestens zwei unkontaktierte indigene Gruppen leben in diesem Gebiet.