Bergbaugesellschaft wegen Minenplänen unter Druck

Die britische Bergbaugesellschaft Vedanta steht wegen ihrer Pläne auf dem angestammten Land der Dongria Kondh eine Mine zu betreiben massiv unter Druck, besonders seitdem eine schottische Investmentgesellschaft ihre Anteile verkauft hat und Amnesty International sich an der Kampagne zur Unterstützung der Dongria Kondh beteiligt.

Martin Currie – eine Investment Managment Gesellschaft mit Sitz in Edinburgh– hatte ihre 2,3 Pfund Millionen teuren Anteile an Vedanta auf Druck von Survival International verkauft. Scott White, der Vorsitzende von Corporate Communications sagte: „Es ist selbstverständlich, dass wir von den Firmen erwarten sich gemäß Gesetz und Moral zu verhalten (…) Die Zweifel an dem Bauxitprojekt führten zum Verkauf der Anteile.“

Letztes Jahr hatte die Ethikkommission der norwegischen Regierung Norwegen empfohlen seine Anteile an Vedanta wegen „einem unakzeptabel hohen Risiko einer Mitschuld an momentanen und  zukünftigen schweren Umweltschäden und systematischen Menschenrechtsverletzungen“ zu verkaufen.

Seit der Oberste Gerichtshof Indiens Anfang des Monats den Bau einer Mine durch Vedanta in dem Niyamgiri-Berg in Orissa in Indien zugelassen hatte, hat sich Amnesty International an den Protesten für den Stopp des Minenbaus beteiligt, da die Mine verheerende Auswirkungen auf die Dongria Kondh hätte. Lokale Politiker trafen sich diese Woche, um Wege auszuloten, wie der Bau der Mine ins Stocken gebracht werden könnte. Außerdem ist eine Kundgebung mit 15 000 Mitgliedern der Dongria Kondh geplant.

Die Dongria Kondh haben versprochen, sich gegen den Bau der Mine zu wehren. Bei der Verkündigung der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes hatten 40 Dongria Kondh aus verschiedenen Dörfern die Straße zu der geplannten Mine blockiert. Sie hielten Transparente mit der Aufschrift:  „Wir sind die Dongria Kondh. Vedanta kann uns nicht unseren Berg nehmen.“ Einige Dongria Kondh Aktivisten haben geschworen den Niyamgiri nicht zu verlassen und erklärten: „Niyamgiri ist das Land der Dongria Kondh. Vedanta kann hier nicht ohne Genehmigung abbauen. Wir sagen: Nein.“

Kürzlich beklagten die Dongria Kondh auch, dass sie „hinters Licht“ geführt wurden  mit einem Video das auf YouTube gestellt wurde und in dem sie das Unternehmen „anpreisen“. Sahadev Kadraka, ein Man der Dongria, der gefilmt wurde, als er das Unternehmen „anpreist“, sagte: „Da waren drei Männer von Vedanta. Sie sagten: „Wir haben einige Kleider für Euer Dorf mitgebracht und wir werden sie Euch geben.“ Sie fragten uns: „Unterstützst ihr Vedanta und wollt ihr Bauxit abbauen?“  Wir sagten nein, wir wollen unsere Berge nicht hergeben. Dann sagten sie: „Auf der anderen Seite der Berge stimmte jeder der Mine zu. Wenn ihr Euch weigert, werden wir Euch nichts geben. Wenn ihr Euch beschwert, werden wir Euch nie wieder etwas anbieten.“

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, sagte heute: „Bestechung und Einschüchterung sind Waffen von Tyrannen und haben keinen Platz in einem anständigen Bergbauunternehmen. Sie arbeiten gegen das gesetztliche Grundprinzip der Zustimmung, das Vedanta einhalten muss, wenn es nach dem internationalen Recht der indigenen Völker arbeiten will. Vedanta hat dem zugestimmt und ist verpflichtet sein Wort zu halten. Eine „Entwicklung“, die die lokalen Völker zerstört, hat keinen Platz im Indien des 21. Jahrhunderts. Wenn die Minenarbeiten fortgeführt werden, werden die Dongria Kondh zerstört werden und Vedantas Bilanz wird für immer befleckt sein.“

Lesen hier den Kommentar von Amnesty International