Indianer Brasiliens kritisieren Ölunternehmen

Indianer Brasiliens haben die Pläne des staatlichen Ölunternehmens Petrobras angeprangert, das auf dem Territorium von unkontaktierten indigenen Gruppen in Peru nach Öl suchen möchte.

„Wir lehnen das Verhalten des brasilianischen Unternehmens Petrobras strikt ab. . . Unserer Ansicht nach steht das Vorhaben von Petrobras, die Suche nach Öl und Gas am Yurua Fluss in Peru mit einer Lizenz, die auch indigene Gemeinden und Gebiete, die von unkontaktierten indigenen Völkern bewohnt werden einschließt, absolut im Gegensatz zu den Beteuerungen des Unternehmens, soziale und ökologische Verantwortung in Brasilien zu übernehmen. Zudem verstößt dies gegen Gesetze, an die sich das Unternehmen in unserem Land zu halten hat.“ steht in der Stellungnahme von APIWTXA, einer Organisation brasilianischer Indianer, die in der Nähe der Grenze zu Peru leben.

APIWTXA weist darauf hin, dass die Gegend (genannt „Parzelle 110“)  in der Petrobras die Erlaubnis zur Suche nach Öl erhalten hat, fast „das gesamte Gebiet des  Murunahua Reservats“ einschließt. Dieses Reservat wurde 1997 zur exklusiven Nutzung durch unkontaktierte Murunahua Indianer eingerichtet. Petrobras ist Brasiliens staatseigenes Öl- und Gasunternehmen.

APIWTXAs Stellungnahme lehnt auch den „Entwicklungsgrundsatz“ der Regierung in der  Region des Yurua ab, weil der zunehmende Holzeinschlag zum Eindringen in die Gebiete unkontaktierter Gruppen und zur Kontaktaufnahme mit ihnen geführt hat. Außerdem wurden dadurch einige der in Abgeschiedenheit lebenden Indianer zu Abwanderung gezwungen.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel unter 030-72293108 oder per E-Mail an info[at]survival-international.de