Indigene Organisation fordert neue Reservate für unkontaktierte indigene Völker

Perus nationale indigene Organisation AIDESEP (Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana)  bitte die peruanische Regierung dringend darum, fünf neue Reservate für unkontaktierte indigene Völker in abgeschiedenen Teilen des Regenwalds einzurichten.

Die Forderung wurde während der Vorbereitungen eines zentralen Treffens vorgetragen, das von dem nationalen Institut für indigene Völker in Peru (INDEPA) koordiniert wurde, um über die neuen Reservate zu debattieren.

Der Vorsitzende von AIDESEP, Alberto Pizango Chota, hob hervor, dass das englisch-französische Mineralölunternehmen Perenco derzeit in einem der möglichen neuen Reservate tätig ist.

„Was ist Entwicklung?“ fragte Pizango Chota. „Damit ist nicht die Zerstörung der Umwelt gemeint – im Gegenteil, es geht um ihre Erhaltung, ihren Schutz und darum ihr Gedeihen zu ermöglichen. Für indigene Völker ist das die wahre Definition von Entwicklung.“

Das INDEPA Treffen fand gestern, am 31 März, in Iquitos  im Norden Perus statt. Fünf Reservate für unkontaktierte indigene Völker wurden bereits errichtet, aber Mineralölunternehmen ist es gestattet dort zu arbeiten und Holzfäller dringen oft rechtswidrig in die Gebiete ein.