Perenco Vorsitzender trifft den Präsidenten

Der Vorstandsvorsitzende der anglo-französischen Ölfirma Perenco hat dem peruanischen Präsidenten eine $ 2 Mrd. Investition zugesichert. Währenddessen protestieren die Indigenen des Amazonasgebiets gegen das Eindringen von Ölunternehmen auf ihr angestammtes Land.

Die Protestanten blockierten den Napo Fluss, einen der wichtigsten Zuflüsse des Amazonas. Es sei mindestens zwei Booten, einem davon von Perenco, gelungen die Blockade zu durchbrechen. Angeblich wurden daraufhin drei Schüsse auf die Indigenen abgefeuert, die die Boote verfolgt hatten.  

Unterdessen trafen sich der Perenco-Vorsitzende, der Oxford-University-Absolvent Francois Perrodo und der peruanische Präsident Alan Garcia im Präsidentenpalast in Lima. Perenco versprach eine Investition von $2 Mrd. und sicherte zu, dass das geplante Ölvorhaben erst einmal nicht realisiert werden würde. In der betroffenen Gegend leben mindestens zwei der letzten unkontaktierten indigenen Gruppen der Welt.

Survival hat Perenco zum Rückzug von seinem Projekt aufgefordert, da die betreffenden Indigenen, unter dem Namen „Gruppe 67“ bekannt, durch das Vorhaben zu Tode kommen könnten.

Survival Direktor Stephen Corry sagte heute: „Während Garcia und Perrodo sich die Hände schütteln und Milliardendeals im Palast besiegeln, protestieren die Indigenen gegen die Regierung und die Übernahme ihrer Gebiete durch Firmen wie Perenco. Perenco’s Timing könnte schlechter nicht sein.“
 
Sehen Sie Survivals Kurzfilm über unkontaktierte indigenen Gruppen.