Demonstrierende versammeln sich vor der indischen High Commission in London, um im Rahmen eines weltweiten Aktiontages gegen den Kohleabbau im Hasdeo-Wald, Indien, zu protestieren.

Demonstrierende versammeln sich vor der indischen High Commission in London, um im Rahmen eines weltweiten Aktiontages gegen den Kohleabbau im Hasdeo-Wald, Indien, zu protestieren.

© Kristian Buus


Am Mittwoch, den 11. Mai, findet ein internationaler Protesttag gegen die Pläne der indischen Behörden, in den Wäldern der indigenen Bevölkerung Kohle abzubauen, statt.

Die Adivasi (indigene Bevölkerung Indiens) aus dem Hasdeo-Wald in Chhattisgarh wehren sich lautstark und ausdauernd gegen die Zerstörung ihres angestammten Landes und ihrer Zukunft für den Kohleabbau. In ganz Zentralindien sind das Land und die Lebensgrundlagen Zehntausender Adivasi durch die Kohle-Pläne bedroht. Während Indien sich rüstet, den Kohleabbau auf eine Milliarde Tonnen pro Jahr zu erhöhen, befinden sich 80 % der neu geplanten Minen auf Adivasi-Land.

Proteste haben stattgefunden in:
London, Vereinigtes Königreich (unterstützt von der South Asia Solidarity Group und dem London Mining Network),
Mailand, Italien,
Sydney und Brisbane, Australien,
Porto Alegre, Brasilien,
Toronto, Kanada,
Berlin, Deutschland.

Ein weiterer Protest wird stattfinden in:
Washington DC, USA, bei der indischen Botschaft, 2107 Massachusetts Ave NW, Washington, DC 20008 | 9am EST – unterstützt von Hindus for Human Rights und dem Indian American Muslim Council.

Die indischen Behörden haben kürzlich die riesige Parsa-Mine im Hasdeo-Wald genehmigt. Tausende von Gond- und Oraon-Indigenen sowie Dalits werden durch die Mine ihr Land und ihre Lebensgrundlage verlieren. Auch für die bestehende PEKB-Kohlemine im selben Wald wurde ein riesiges Erweiterungsprojekt genehmigt. Beide Minen werden voraussichtlich von dem Bergbaugiganten Adani betrieben.

Mit der Genehmigung dieser Minen hat sich die indische Regierung einer lautstarken und entschlossenen Protestbewegung widersetzt, die mit Kundgebungen, Märschen und Mahnwachen gegen das Abholzen von Bäumen protestiert hat.

Adivasi-Widerstandsbewegungen in ganz Zentralindien bemühen sich derzeit darum, dass ihre Wälder erhalten bleiben und die Kohle im Boden bleibt. Sie kämpfen dafür, dass ihre Rechte respektiert und die Gesetze befolgt werden, aber ihre Anführer*innen werden von der Polizei bedroht, obwohl ihr Widerstand friedlich und rechtmäßig ist.

Ein Adivasi-Mann sagte: „Wir befinden uns jetzt in einer kritischen Situation und protestieren deshalb dauerhaft. Wenn uns unser Land weggenommen wird, werden unsere zukünftigen Generationen ihre Identität verlieren und unsere Existenz wird für immer verloren sein.“

Demonstrierende vor dem Opernhaus in Sidney.

Demonstrierende vor dem Opernhaus in Sidney.

© Survival

Adivasi-Aktivist Hercules Munda spricht vor der indischen High Commission in London während des weltweiten Aktionstages in Solidarität mit dem Widerstand der Adivasi in Indien gegen den Bergbau auf indigenem Land.

Adivasi-Aktivist Hercules Munda spricht vor der indischen High Commission in London während des weltweiten Aktionstages in Solidarität mit dem Widerstand der Adivasi in Indien gegen den Bergbau auf indigenem Land.

© Kristian Buus

Demonstrierende vor dem Opernhaus in Sidney.

Demonstrierende vor dem Opernhaus in Sidney.

© Survival

Demonstrierende vor der indischen Botschaft in Berlin, Deutschland, während des weltweiten Aktionstages.

Demonstrierende vor der indischen Botschaft in Berlin, Deutschland, während des weltweiten Aktionstages. © Survival

Demonstrierende in Porto Alegre, Brasilien, während des weltweiten Aktiontages gegen den Kohleabbau im Hasdeo-Wald, Indien.

Demonstrierende in Porto Alegre, Brasilien, während des weltweiten Aktiontages gegen den Kohleabbau im Hasdeo-Wald, Indien.

© Survival

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