Verhaftung und Folter von Stammesführern

Die Armee und die Polizei in den Chittagong Hill Tracts, Bangladesh,
verhafteten diese Woche zwei Stammeshäuptlinge der Jumma. Seitdem im Januar der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, wächst die Zahl der Verhaftungen. Mehrere der Verhafteten wurden gefoltert.

Balabhadra Chakma und Manubha Ranjan Chakma wurden beide am Montag festgenommen. Manubha Ranjan Chakma wurde gefoltert; Balabhadra Chakma, der sich von einer Operation erholt, wurde nicht medizinisch versorgt.

Railai Mro, der am 23. Februar festgenommen wurde, wurde gefoltert und
befindet sich vermutlich in einem kritischen Zustand. Er wurde verhaftet,
nachdem er gegen die Vertreibung von 750 Mru-Familien (oder Mro-Familien) von ihrem Land in abgelegenen Dörfern des Bandarban Hill Bezirks in den Chittagong Hill Tracts protestierte. Die Mru, einer von elf Jumma-Stämmen, sind auf ihr Land als ihre einzige Quelle des Überlebens angewiesen.

Jumma-Anführer sind der Meinung, dass Armee und Polizei den
Ausnahmezustand als Vorwand benutzen, um die militärische Unterdrückung in den Chittagong Hill Tracts zu steigern.

Der Direktor von Survival International Stephen Corry sagte heute: "Die
Jumma-Völker haben viel zu lange unter der Gewalt des Militärs in Bangladesh gelitten. Die Regierung Bangladeshs muss Railai Mro und die anderen freilassen und versichern, dass die, die für ihre Verhaftungen und Folterungen verantwortlich sind, vor Gericht gebracht werden.

Weitere Informationen erhalten Sie von Laura Engel unter [email protected]