Jumma-Anführer zu 17 Jahren Haft verurteilt

Ranglai Mro, ein Anführer der Jumma aus den Chittagong Hill Tracts in Bangladesch, ist zu 17 Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er gegen die Vertreibung seines Volkes von seinem Land protestiert hatte. Dort soll ein Ausbildungszentrum der Armee gebaut werden.

Ranglai Mro wurde im Februar von der Polizei und der Armee verhaftet und gefoltert. Ihm wurde der Besitz illegaler Schusswaffen vorgeworfen. Es wird vermutet, dass diese Vorwürfe erfunden wurden, als Vergeltung für sein Eintreten für die Landrechte der Mru.

Im Dezember 2006 sind 750 Mru- (oder Mro-) Familien in entlegenen Dörfern des Bandarban Hill District der Chittagong Hill Tracts von ihrem Land vertrieben worden. Für die Mru, einen von elf Jumma-Stämmen, stellt das Land die einzige Möglichkeit dar, ihr Überleben zu sichern.

Mehrere Jumma-Anführer sind verhaftet und gefangen genommen worden, seit im Januar in Bangladesch der Notstand verhängt wurde. Gruppen, die sich für die Rechte der Jumma einsetzen, sind überzeugt, dass die Armee den Notstand als Rechtfertigung nutzt, um die Unterdrückung in den Chittagong Hill Tracts zu verstärken.

Surivival drängt die Übergangsregierung von Bangladesch, ihre Versprechen an die Jumma in den Friedensverträgen von 1997 einzuhalten, ihnen ihr gestohlenes Land zurückzugeben und die militärische Besetzung der Hill Tracts zu beenden.

 

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