Highway-Pläne wegen unkontaktierter Stämme verworfen

Pläne zum Bau eines Highways in einem der abgeschiedensten Teile des peruanischen Amazonas wurden von der regionalen Indigenen Organisation abgewiesen. Der Bau würde eine Gefahr für die dort lebenden unkontaktierten Stämme darstellen.

Der vorgeschlagene Highway würde von der kleinen Amazonasstadt Puerto Esperanza bis nach Inapari an der brasilianischen Grenze führen und damit genau durch ein Gebiet gebaut, in dem mindestens zwei indigen Völker leben.

Der Highway würde “die Rechte der unkontaktierten Stämme verletzen und ihre Existenz bedrohen”, erklärte die regionale Indigenen Organisation FENAMAD. “Es ist offensichtlich, dass der einzige Grund diesen Highway zu bauen darin liegt, den Holzfällern die Plünderung des Regenwalds zu erleichtern. Weiterhin wäre es dann für andere Menschen einfacher sich mit den bisher unkontaktierten Stämmen in Verbindung zu setzen.”

Falls der Highway gebaut wird, so FENAMAD, könnte der Einfluss auf die unkontaktierten Stämme eine Wiederholung der tragischen Ereignisse nach sich ziehen, wie sie sich Mitte der 80er bei den Nahua zugetragen haben.

Durch Ölförderung auf ihrem Land starben über 50% der vorher unkontaktierten Nahua.

 

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Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel, 030-72293108 oder per Mail an [email protected]