Hungerstreik wegen britischer Blokierung der allgemeinen Erkl

HUNGERSTREIK WEGEN BRITISCHER BLOCKIERUNG DER ALLGEMEINEN ERKLÄRUNG ÜBER DIE RECHTE INDIGENER BEVÖLKERUNGEN

Sechs Vertreter indigener Völker traten bei den Vereinten Nationen in Genf in Hungerstreik, um gegen die Blockade einer historischen Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte indigener Bevölkerungen durch mehrere Regierungen, darunter Großbritannien, zu protestieren.

In dieser Woche verhandeln die Vereinten Nationen über den Entwurf einer Erklärung über die Rechte indigener Bevölkerungen. Mit diesem Jahr endet die „UN-Dekade der Indigenen Völker", in deren Zug der Erklärungsentwurf im Anschluss an Hunderte von Konsultationen mit Vertretern der Indigenen fertiggestellt wurde. Es wäre die bislang stärkste internationale Vereinbarung über indigene Völker, wenn nicht mehrere Regierungen, darunter die britische und amerikanische, ihren Fortschritt blockieren würden. Viele indigene Delegierte bei den Vereinten Nationen sind der Meinung, dass die britische Position in den engen Beziehungen des Landes zu den USA begründet liegt.

Großbritannien und die USA weigern sich, die kollektiven Rechte anzuerkennen, die für das Überleben von Stammes- bzw. indigenen Völkern unerlässlich sind.

In einer Erklärung aus Genf verlautbaren die Hungerstreikenden: „Wir befinden uns in diesem großartigen Haus, aber es ist nicht unser Haus. Wir befinden uns in einem Palast, in dem Dokumente für Völker geschrieben werden, aber nicht für unsere indigenen Völker. Sie öffnen uns keine Türen, sondern sie verschließen ihre Ohren und ihre Herzen…. Es gibt etwas, was wir nie tun dürfen – wir dürfen niemals, niemals unsere Rechte aufgeben."

Zuvor sagte Ted Moses, Oberhäuptling und Vorsitzender des Großen Rates der kanadischen Cree-Indianer: „Die derzeitige britische Menschenrechtspolitik für indigene Völker ist ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit, das bereits versagt hat."

Der Streik wurde gestern im Anschluss an Gespräche mit Vertretern der Vereinten Nationen beendet, aber Großbritannien zeit sich weiterhin kompromisslos. Der Streik fand Unterstützung von indigenen Organisationen aus Alaska, Amazonien, Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Französisch Guyana, Guatemala, Hawaii, Kanada, Kenia, Kolumbien, Mexiko, den Molukken (Indonesien), Marokko, Neuseeland, Panama, Peru und den USA.

Fotos und Filmmaterial über indigene Völker ist erhältlich.

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: [email protected]

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