Neue Welle von Gewalt trifft Jummas

Seit einigen Monaten kommt es wieder vermehrt zu Gewalt gegen die Stammesvölker der Chittagong Hill Gebiete in Bangladesch, welche allgemein als Jummas bekannt sind. Im August dieses Jahres wurde ein 11-Monate altes Baby während einer Attacke durch Siedler schwer verletzt. Beide Eltern des Kindes wurden dabei getötet. Gegen die Gewalttäter ist bisher jedoch nicht vorgegangen worden.

Trotz eines Friedensabkommens zwischen den Jummas und der Regierung von Bangladesch im Jahre 1997 sind die Jummas noch immer nicht sicher vor Gewalt, die von Siedlern und der Armee ausgeht. Lediglich  31 von 500 Militärstützpunkten sind bisher geräumt worden, obwohl die Regierung versprochen hatte, alle gegenwärtigen Militärstützpunkte zurückzuziehen. Des weiteren sollen neue Militärplätze in den Bergen entstehen, welche wiederum neue Schikanierung und Einschüchterung der Jummas mit sich bringen wird.
 
Während eines typischen Zwischenfalls übernahmen Soldaten gewaltsam ein Dorf des Mog-Stammes. Sie nahmen Männer des Stammes fest und folterten sie, den Frauen drohten sie sexuelle Gewalt an. Am 23. August tötete die Armee einen achtzehnjährigen Studenten, weitere wurden in anderen Zwischenfällen gefoltert. Mehr als 100 Siedlerfamilien zogen im Juli auf das Land der Jumma; entgegen des Friedensabkommens, welchem zufolge jegliche Kolonisierung des Landes sofort zu unterbinden sei.
 
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