Enawene Nawe Indianer errichten Blockade

Enawene Nawe Indianer errichteten am 18. Mai eine Sperre auf einer befahrbaren Brücke im brasilianischen Staat Mato Grosso. Auf diese Weise protestierten sie gegen den geplanten Bau eines Dammkomplexes, welcher flussaufwärts ihres Gebietes entstehen soll. Fünf Tage später wurde die Sperrung wieder aufgelöst, als Regierungsbeamte ihnen ein Treffen versprachen, auf dem ihre Sorgen diskutiert würden.

Die Staatsregierung von Mato Grosso plant Staudämme auf dem Juruena-Fluss zu errichten. Besonders befürwortet wird der Bau von Firmen, welche unter Leitung des weltweit größten Sojaproduzenten stehen, dem Maggikonzern. Allerdings werden in diesem Fall die Fische – auf welche die Enawene Nawe angewiesen sind, da sie kein rotes Fleisch verzehren – nicht mehr ihre Laichgründe erreichen können.

Die Enawene Nawe organisierten die Blockade gemeinsam mit anderen  indigenen Gruppen des Amazonasgebietes, wie den Rikbaktsa, Cinta Larga, Arara, Mynky, Irantxe, Kayabi, Apiaka und den Munduruku. Auch fordern die Indianer einen Ausgleich für jene Dammprojekte, welche sich auf indigenem Land bereits im Bau befinden, sowie eine Verbesserung der Gesundheitsdienste, welche die Regierung den indigenen Gruppen in dieser Region anbietet.

 

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