Survival fordert im Sentinelesen-Fall „keine Bergung“ des Toten

Die Sentinelesen sind eines von über 100 unkontaktierten Völkern weltweit. Survival setzt sich seit 1969 dafür ein, dass ihre Landrechte geschützt werden.

Die Sentinelesen sind eines von über 100 unkontaktierten Völkern weltweit. Survival setzt sich seit 1969 dafür ein, dass ihre Landrechte geschützt werden.
© Survival International

Der Direktor von Survival International, Stephen Corry, erklärte heute:

„Wir fordern die indischen Behörden nachdrücklich auf, die Bemühungen um die Bergung des Leichnams von John Allen Chau aufzugeben. Jeder derartige Versuch ist unglaublich gefährlich, sowohl für die indischen Beamten als auch für die Sentinelesen, die von eingeschleppten Krankheiten ausgelöscht werden könnten.

Das Risiko einer tödlichen Epidemie durch Grippe, Masern oder anderen Krankheiten ist sehr real und steigt mit jedem solchen Kontakt. Ähnliche Bemühungen in früheren Fällen endeten mit dem Versuch der Sentinelesen, ihre Insel gewaltsam zu verteidigen.

Die Leiche von Herrn Chau sollte in Ruhe gelassen werden, genauso wie die Sentinelesen. Zudem müssen die Beschränkungen für den Besuch der Inseln wieder eingeführt werden und die Sperrzone um die Insel muss durchgesetzt werden.“

Unterzeichne hier Survivals Petition für unkontaktierte Völker.