Sechs Buschleute wegen Jagen verhaftet

Sechs Gana und Gwi Buschleute wurden von der Polizei von Botswana verhaftet, weil sie in ihrem angestammten Land im Zentral Kalahari Wildschutzgebiet (CKGR) in Botswana gejagt haben. Bisher gab es im Juni und Juli bereits 21 Verhaftungen wegen Jagens.

Vergangenen Dezember hatte das Hohe Gericht von Botswana das Urteil gesprochen, dass die Buschleute das Recht haben, im CKGR zu leben und dass die Regierung im Jahr 2002 gegen das Gesetz verstoßen hat, als sie ihnen das Jadgrecht verweigerte und von ihrem Land vertrieb.

Richter Phumaphi sagte in seinem Urteil, dass „die simultane Verhinderung der Lebensmittelversorgung und des Ausstellens von Jagdlizenzen mit einem Todesurteil durch Verhungern gegen die verbleibenden Bewohner im CKGR gleichzusetzen“ war.

Seit dem Urteil besteht die Regierung weiterhin darauf, dass die Gana und Gwi nicht das Recht besitzen, im Central Kalahari Game Reserve zu jagen. Ebenso verweigern sie den Buschleuten, die Wasserbohrlöcher auf ihrem Land zu nutzen oder ihre wenigen Ziegen zurück in das CKGR bringen.

Der Sprecher der Buschleute sagte dazu heute: „Warum will unsere Regierung die Buschleute nicht in ihr angestammtes Land zurück lassen? Das Gerichtsurteil letzten Jahres entschied, dass wir zurück gehen können und dass die Regierung nicht das Recht hat, uns die Jagdlizenzen zu verweigern. Warum werden also immer noch unsere Leute verhaftet? Das ist ein schwerwiegender Verstoß gegen die Menschenrechte. Für die Menschen innerhalb des CKGR ist es besonders schlimm. Sie dürfen weder jagen noch ihr Bohrloch benutzen. Sie haben nichts zu essen und trinken.“

 

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel, 030-72293108 oder per Mail an [email protected]