Tausende fliehen vor dem Militär im Papua-Hochland

'Sie verstecken sich noch immer in den Wäldern, weil die Soldaten in ihrem Dorf sind. Falls sie zurückkehren sind sie voller Angst… Das Militär wird sie einfach erschießen.' Papuanesisch-baptistischer Minister

Mindestens drei Menschen, unter ihnen der Stammespastor, sind bei einem Militärschlag im Gebiet um Mulia im Zentralhochland Papuas (früher bekannt als Irian Jaya) getötet worden. Bis zu 6.000 Angehörige der Stammesvölker sind in Wälder und Berge geflohen, wo sie trotz Hungersnot ausharren – aus Angst erschossen zu werden. Man weiß bisher von mindestens 23 Menschen, die in den Wäldern verhungert sind. Das Hochland wurde zur 'Militärzone', in der selbst zur Hilfe eilenden Offiziellen der Kirche der Zugang verwehrt bleibt.

Es wird angenommen, dass die Militäraktion ein Vergeltungsschlag ist für die vorherige Ermordung indonesischer Straßenarbeiter, welche angeblich von der OPM (Freie Papua Bewegung) durchgeführt worden sei. Viele glauben jedoch eher, dass die Morde im Auftrag des indonesischen Militärs durch die Miliz verübt wurden. Das Militär könnte versuchen, den neuen indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono unter Druck zu setzen, damit dieser seinen Plan aufgibt, Papuas Konflikt mit friedlichen Mitteln zu lösen. Das Militär ist hochgradig abhängig von den reichen Ressourcen Papuas, mit denen es sein Einkommen durch illegalen Abbau aufbessert und gleichzeitig 'Sicherheit' für die in amerikanischem und britischen Besitz stehende Grasberg-Kupfer- und Goldmine bietet.

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