Guarani Film begeistert Kritiker in Venedig

Guarani, Mutter und Kind.
Guarani, Mutter und Kind.
© João Ripper/Survival

Ein Film mit brasilianischen Indigenen als Laiendarsteller in den Hauptrollen, hat die Kritiker bei seiner Premiere bei den Filmfestspielen in Venedig begeistert.

„Birdwatchers“ ist von dem chilenisch/italienischen Filmregisseur Marco Bechis und zeigt nicht nur das Schaupieldebüt der Guarani-Kaiowá, sondern stellt auch deren Notlage heraus, denn ihr Land wird zerstört, um Biodiesel zu produzieren.

Die Kritikerin Wendy Ide von den Times schrieb: „Bereits bevor Birdwatchers der Presse gezeigt wurde, gab es in Venedig viele Gerüchte, dass der Film etwas Besonderes sein müsse. Diese technisch beeindruckende Geschichte hat nicht enttäuscht.“

In der International Herald Tribune schrieb Roderick Conway Morris: „Ein brillantes und scharfsinniges Beispiel der Filmkunst, welches ein eindrucksvolles, nicht sonderlich optimistisches Bild der menschlichen Belastbarkeit und Würde zeichnet. „Birdwatchers“ hat sich zur Mitte der Filmfestspiele in Venedig zum Mitfavoriten für den Goldenen Löwen entwickelt."

Lee Marshall vom Screen Daily nannte den Film „ein nachdenkliches, beeindruckendes, aber unpolemisches Drama über die permanenten Auswirkungen des Kolonialismus.“

Survival International hat zusammen mit „Birdwatchers“ einen Fond ins Leben gerufen, um die Guarani zu unterstützen. Alle Spenden werden ihnen zu Gute kommen und helfen ihre Rechte, ihr Land und ihre Zukunft zu verteidigen.