Vatikan baut Beziehungen zu Botswana auf – Buschleute appellieren an den Papst

Die Buschleute der Kalahari Wüste haben an den Papst appelliert, ihnen bei ihrem Kampf wieder auf ihr Land zurückkehren zu dürfen, zu helfen, da der Vatikan seit Anfang dieses Monats diplomatische Beziehungen zu Botswana aufbaut.

Ein Sprecher der Buschleute sagte heute: „Wir flehen den Papst an uns zu helfen und für uns zu beten, so dass die Regierung ihre Haltung uns gegenüber ändert und unser Recht auf dieses Land, als Indigene, respektiert.“

Festus Mogae, der ehemalige Präsident Botswanas, hat den Aufbau der diplomatischen Beziehungen, initiiert. Er war der „Architekt“ der umstrittenen Methoden der Regierung, mit denen die Buschleute gewaltsam von ihrem angestammten Land im Central Kalahari Game Reserve, ausgewiesen wurden.

Obwohl der Oberste Gerichtshof Botswanas 2006 das Recht der Buschleute in dem Reservat zu leben bestätigt hat, setzt die Regierung unter dem neuen Präsidenten Ian Khama, die Missachtung ihrer Rechte fort. Die Regierung gab der Firma Gem Diamonds sogar die Erlaubnis auf dem Land der Buschleute Diamanten abzubauen.

Keinem Indigenen wurde bisher die Erlaubnis erteilt zu jagen, obwohl der Oberste Gerichtshof den Vorbehalt dieses Rechtes durch die botswanische Regierung, als unrechtmäßig deklariert hat. Weiterhin ist es den Buschleuten nicht gestattet, das Wasserloch auf ihrem Land zu betreten. Das Fehlen von Wasser und einer Jagderlaubnis, beeinträchtigt das Leben der Buschleute sehr.

Dom Erwin Kräutler, der Bischof von Xingu, Brasilien, mahnte heute: „Im 21. Jahrhundert ist es unerlässlicher als je zuvor, dass die Katholische Kirche die Indigenen weltweit, bei ihrem Kampf für ihre Rechte unterstützt.“

Papst Benedikt XVI. hatte am 1. Juli dieses Jahres seine Solidarität und Unterstützung für die Indigenen aus Raposa- Serra do Sol in Brasilien, als er diese im Vatikan empfing, betont. Dort verkündete er: „Wir werden alles uns mögliche tun um euch zu helfen euer Land zu verteidigen.“

 

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