Menschenkette hält Bergbaukonzern von heiligem Berg fern

15 August 2018

© Jason Taylor
Eine Frau der Dongria Kondh

Hunderte Angehörige der Dongria Kondh haben am 27. Januar eine Menschenkette am Fuße ihres heiligen Berges Niyamgiri gebildet, um den britische Bergbaukonzern Vedanta davon abzuhalten, ihn dem Erdboden gleich zu machen. Andere lokale indigenen Gruppen sowie weitere Unterstützer waren auch beteiligt.

Einige Berichte sprechen sogar von 10.000 Teilnehmern. Sie trugen Plakate mit Schlagwörtern wie „Stoppt den Bergbau auf dem Niyamgiri“ und „Vedanta, verschwinde“.

Es war die zweite große Demonstration innerhalb von zehn Tagen: Am 17. Januar waren bereits 7.000 Demonstranten zu den Toren von Vedantas Aluminum-Raffinerie in Lanjigarh, eine Stadt in der Nähe, marschiert.

Vedanta plant, ein Bergwerk am heiligen Berg der Dongria Kondh zu errichten, um das Aluminiumerz Bauxit zu gewinnen. Indiens Oberster Gerichtshof gab der Mine bereits im August letzten Jahres grünes Licht, Straßensperren der Dongria und anderer Kondhvölker haben jedoch das Eindringen der Baufahrzeuge bis jetzt verhindert.

Vedantas Vorsitzender, Anil Agarwal, verkündete Journalisten vor kurzem, der Abbau würde „in einem oder zwei Monaten“ beginnen.

Der Direktor von Survival, Stephen Corry, erklärte heute: „Dadurch, dass die Dongria nun auf das letzte Mittel zurückgreifen – sie stellen sich Bulldozern in den Weg, um ihr Überleben zu sichern – zeigen sie, wie sehr die Behörden sie im Stich gelassen haben. Die Tatsache, dass die Maschinen von einem großen britischen Unternehmen betrieben werden, ist eine Schande für London. Dieser Skandal wird nicht eher ein Ende finden, bis Vedanta die Dongria Kondh in Frieden lässt.“

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