WWF-finanzierte Wildhüter halfen Wilderern und folterten Dorfbewohner, der sie stoppen wollte

Die Absprachen zwischen Wildhütern und Wilderern wurde in der indischen Zeitschrift Down to Earth aufgedeckt.

Die Absprachen zwischen Wildhütern und Wilderern wurde in der indischen Zeitschrift Down to Earth aufgedeckt.

© Down to Earth

Wildtierschützer im indischen Tigerreservat Rajaji haben mit Wilderern bei der Tötung von gefährdeten Leoparden, Tigern und Schuppentieren (Pangolin) zusammengearbeitet, so eine Untersuchung eines hochrangigen Naturschutzbeamten.

Die Liste der Beschuldigten umfasst vom Parkdirektor bis zu Sicherheitskräften mehrere Ebenen. Der WWF-Indien rühmt sich, dass er „alle Mitarbeiter der Rajaji-Front in den wichtigen Fähigkeiten zum Schutz [des Gebietes] geschult hat“, einschließlich der Strafverfolgung. Der WWF stellte den Wachen auch Fahrzeuge, Uniformen und wichtige Ausrüstung zur Verfügung.

Die Untersuchung, über die in der indischen Zeitung Down to Earth berichtet wurde, ergab, dass die Beamten nicht nur halfen Wildtiere zu jagen und zu töten, sondern sie schlugen und folterten auch einen Mann namens Amit – einen unschuldigen Dorfbewohner, der versuchte, die Wilderei zu stoppen.

Es wird berichtet, dass Beamte Amit unter einer falschen Anklag verhafteten und ungefähr einen Monat lang inhaftierten. Er wurde auch von einem Wildhüter und zwei Offizieren geschlagen und mit Elektroschocks gequält.

Diese Enthüllungen schwerer Menschenrechtsverletzungen durch vom WWF ausgebildete und unterstützte Wildhüter folgen den jüngsten Veröffentlichungen von Buzzfeed, denen zufolge der WWF Widlhüter finanziert, die Menschen töten und foltern.

Dass sich diejenden an Wilderei beteiligen, die die Wildtiere schützen sollen, ist weit verbreitet. Ein UN-Bericht aus dem Jahr 2016 bestätigte, dass korrupte Beamte in vielen Teilen der Welt im Zentrum der Wildtierkriminalität stehen und nicht indigene Völker, die jagen, um ihre Familien zu ernähren.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: „Wildhüter, die wildern und die Menschenrechte verletzen, werden diejendigen Umweltschützer nicht überraschen, die sich seit Jahren gegen ein Modell von Naturschutz einsetzen, das Schutzgebiet zu ‚Festungen‘ rüstet. Korrupte Wildhüter kooperieren oft mit Wilderern, während indigene Völker, die eigentlich besten Naturschützer, kriminalisert werden. Sie sind die Hauptleidtragenden dieses Systems.“