Botswanas Präsident „besticht“ Buschmänner – schon wieder!

Botswanas Präsident hat in dieser Woche Süßigkeiten und Decken an Buschmänner in einem Zwangsansiedlungslager verteilt. Das geschieht ausgerechnet während des Prozesses, den die Buschmänner gegen die Regierung um das Recht führen, auf ihr angestammtes Land im Zentral Kalahari Wildreservat (CKGR) zurückzukehren.

Mit der Verteilung wiederholt sich der frühere Besuch eines anderen Zwangsansiedlungslagers, in dem kurz vor Prozessbeginn  Lebensmittel und Decken ausgeteilt wurden. Das rief weltweit Besorgnis hervor.

Ein Buschmann erklärte heute: „Diese Kleidung ist nicht unser Land. Ich werde die Kleidung annehmen und trotzdem auf mein Land zurückkehren."

Ein anderer Buschmann erklärte gegenüber Survival: „Der Präsident war deshalb hier, um die Buschmänner zu bestechen, damit sie die CKGR-Sache und ihr Land vergessen."

Stephen Corry, Generaldirektor von Survival, sagte heute: „Es wird keine Gerechtigkeit für die Buschmänner von Botswana geben, solange das Staatsoberhaupt es für richtig hält, nur zwei Tage nachdem die Verhandlung vertagt worden ist, wieder ein Zwangsansiedlungslager zu besuchen und Almosen an die Buschmänner zu verteilen, um sie von der Rückkehr auf ihr Land abzubringen. Der Präsident behandelt die Buschmänner wie Kinder, die man mit Süßigkeiten und Kleidung überzeugt. Die Handlung der Regierung unterstreicht wieder einmal, wie sie auf die Buschmänner und die von ihnen gewählte Lebensweise herabsieht. Für die Regierung sind die Buschmänner anscheinend bereits die Bettler, die sie aus ihnen zu machen versucht."

Mehr Informationen erhalten Sie von Survival Deutschland; per Tel.: ++49 (0)30 29002372 oder per Email: [email protected]

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