Ein Jahr danach- Buschleute immernoch weit weg von zu Hause

Am 13. Dezember jährt sich zum ersten Mal der historische Sieg der Kalahari Buschleute vor Botswanas Oberstem Gerichtshof. Aber die Regierung Botswanas hat es nicht geschafft die Urteile des Gerichts zu erfüllen und die meisten der Buschleute sind noch immer hilflos in den Resettlement Camps.

Das Gericht beschloss, dass die Vertreibung der Buschleute durch die Regierung Botswanas „ungesetzlich und verfassungswidrig“ war, und dass sie das Recht haben auf dem Land ihrer Vorfahren im Zentral-Kalahari-Wildtierreservat zu leben, zu jagen und zu sammeln.

Aber die Regierung untersagt den Buschleuten zu jagen und verschärfte die Verfolgung derjenigen, die jagen. Mindestens 53 Buschleute wurden 2007 verhaftet, weil sie gejagt hatten und viele wurden mishandelt.

Die Regierung untersagt den Buschleuten zudem den Zugang zu ihren Wasserstellen innerhalb des Reservats.

Die Buschleute wurden mit ihren demontierten Hütten und all ihrem Besitz aus dem Reservat gefahren. Aber die Regierung hat ihnen keine Hilfe angeboten auf ihrer langen Reise durch die Kalahari nach Hause.

Seit dem Gerichtsurteil, hat die Regierung Pläne zum Bau einer massiven Diamantenmine im Wert von 2.2 Billionen Dollar auf dem Ahnenland der Buschleute unterstützt .

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Die Regierung Botswanas sagt im Grunde, dass die Buschleute das Recht haben in den Regierungscamps zu essen und zu trinken, aber nicht im Land ihrer Ahnen. Damit werden sie gewissermaßen zum Tode verurteilt.“

 

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Laura Engel unter 030-72293108 oder per E-Mail an [email protected]