Safari Anbieter baut Touristenunterkunft nahe Buschleute - Gemeinde

Die Regierung Botswanas hat der “Safari & Adventure Company’ das Angebot unterbreitet, eine Touristenunterkunft in der Nähe der Buschleute Gemeinde Molapo innerhalb des Zentralen Kalahari Wildreservats (CKGR) zu errichten.

Für die Unterkunft werden mehrere Bohrlöcher benötigt, aus denen große Mengen Wasser gepumpt werden – während es den Buschleuten verboten wird, Wasser aus ihrem einen Bohrloch zu entnehmen.  Die Buschleute, die 2002 von der Regierung  vertrieben wurden, haben 2006 vor Gericht das Recht zugesprochen bekommen, auf ihr Land zurückzukehren. Die Regierung macht dies aber unmöglich, indem sie ihnen den Zugang zu ihrem Bohrloch verbietet und sich weigert, Jagdlizenzen auszustellen.

Die internationale Gesetzgebung schreibt vor, dass es auf dem Land indigener Völker keine Entwicklungsprojekte geben soll, ohne zuvor deren freie, und informierte Zustimmung eingeholt zu haben. Die Buschleute wurden zum Bau der Touristen-Unterkunft auf ihrem Land nicht befragt.

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: „Die Regierung besitzt die Frechheit, den Buschleuten die 400 km lange Hin-und Rückreise zum Wasserholen außerhalb des Reservats anzutragen, während Touristen ganz in der Nähe Duschen und an ihren Drinks nippen.  Dies verstößt gegen die grundlegendsten Menschenrechte und ist natürlich illegal – mit anderen Worten eine ganz normale Angelegenheit für die Regierung Botswanas, wenn es um die Buschleute geht.  Viele Touristen werden dem Land fernbleiben, wenn sie darüber bescheid wissen.

Die „Safari & Adventure Company“ hat ihren Sitz in Südafrika und ist auch in Namibia und Sambia tätig.